Blühende Schweizer Schlösser
Geschichte hautnah erleben! Das bieten die Schweizer Schlösser. Wir verraten, wo sich im Frühling der Besuch doppelt lohnt.
SCHLOSS WALDEGG
Die Vögel singen, Narzissen und Tulpen strecken ihre Köpfchen der Sonne entgegen. Am Fusse des Juras reicht der Blick bis zu den Alpen, doch so weit kommt er nicht. Er schweift vom Schloss, das zurecht als schönster Landsitz des Solothurner Patriziats gilt, über das barocke Gartenparterre, bleibt hängen an Steinsäulen, Obelisken und streng symmetrischen, buchsgesäumtem Beeten. Er folgt der Treppe zu einem Eisentor, hinter der eine 500 m lange Sommerlinden-Allee beginnt. Auch im Westen gibt es Gartenanlagen. Hier liegt das Orangerieparterre, eine Wildblumenwiese und der traditionell angelegte Nutzgarten mit ProSpecieRara-Sorten. Ein barockes Gesamtkunstwerk, noch zauberhafter im Blütenkleid.
Praktisches
Schloss Waldegg
Waldeggstrasse 1
4532 Feldbrunnen
St. Niklaus
+41 (0)32 627 63 63
CHÂTEAU DE PRANGINS
Das Barockschloss Prangins, eines von drei Schweizerischen Nationalmuseen, verströmt französische Noblesse und beherbergt in seinem Park am Lac Léman den grössten historischen Gemüsegarten der Schweiz. Zum Frühlingsbeginn geizt dieser zwar meist noch mit seinen Reizen; dafür erstrahlen die schneeweissen und rosaroten Blüten der Aprikosen- und Pfirsichbäume in voller Pracht. Ein eigener Audioguide und eine detaillierte Karte helfen dabei, die Besonderheiten des Gartens zu entdecken. Darüber hinaus gibt das Informationszentrum in der alten Dépendance Antworten auf verschiedene landwirtschaftliche und botanische Fragen.
Praktisches
Château de Prangins
Avenue Général Guiguer 3
1197 Prangins
+41 (0)22 994 88 90
SCHLOSS WILDEGG
Mit dem Jahresthema «Feste feiern» zelebriert das Museum Aargau ab Saisoneröffnung am 1. April die Schönheit und Traditionen seiner historischen Gärten auf über einer Million Quadratmeter Grün an den verschiedenen Museumsstandorten. Im weitläufigen Barockgarten des Schlosses Wildegg taucht man im Frühling in eine Oase der Farben und Düfte. Besucher entdecken beispielsweise fast vergessene Nutzpflanzen und seltene Gemüsesorten, darunter die violette Artischocke, die Zuckerwurzel und die Etagenzwiebel. Der historische Gemüsekeller schenkt zudem einen Einblick in die Geschichte der Gartenanlage und die Arbeit von ProSpecieRara.